Berlin, 12.4.2006. Zufrieden zeigte sich der Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) nach einem Gespräch mit Bundesminister Seehofer und Fachleuten seines Ministeriums am Dienstag in Berlin. Themen waren die Marktsituation für Bio-Lebensmittel, die Agrar-Umwelt-Politik, die Förderung der Umstellung auf Ökologischen Landbau, die Agro-Gentechnik sowie die Revision der europäischen Ökolandbau-Verordnung.
Minister Seehofer versicherte, die künftige Verwendung von Steuergeldern für die Landwirtschaft müsse auf einer gesellschaftspolitischen Entscheidung über die Ausrichtung der Landwirtschaft und über die Zukunft der ländlichen Räume fußen.
Für den BÖLW wies Thomas Dosch (Bioland) auf die Leistungen des Ökolandbaus für eine Vielzahl gesellschaftspolitischer Ziele hin und betonte, dass eine gerechte Honorierung dieser Leistungen unumgänglich sei. Andernfalls würde die regionale Erzeugung von Bioprodukten in Deutschland zusammenbrechen. Dr. Götz Rehn (Verband der Bio-Supermärkte) verwies auf die zunehmenden Schwierigkeiten der Lebensmittelwirtschaft, Bio-Rohstoffe aus Deutschland in ausreichenden Mengen zu bekommen, da aufgrund unklarer politischer Rahmenbedingungen viel zu wenige Landwirte auf Biolandbau umstellen. An dem Gespräch nahmen außerdem Wolfgang Gutberlet (Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller), Andreas Ritter-Ratjen (Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel), Joachim Bauck (Demeter), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (Naturland) und BÖLW Geschäftsführer. Dr. Alexander Gerber teil, die jeweils die Anforderungen der Bio-Branche vertraten.