Babys Entwicklung

Visual In dieser Rubrik möchten wir Ihnen einen Einblick in die Entwicklung des Babys im ersten Jahr geben. Für die Eltern ist es eine spannende Zeit: Aus dem zunächst völlig auf ihre Hilfe angewiesenen jungen Leben entwickelt sich eine selbstständige Persönlichkeit.

Durch Anklicken eines Bausteins erhalten Sie die Entwicklungsschritte des jeweils angegebenen Monats.

 

 

1. Monat

Der Saugreflex des Neugeborenen ist besonders ausgeprägt. Diesen braucht es auch, um an der Brust trinken zu können und damit den insbesondere unmittelbar nach der Geburt bestehenden starken Hunger zu stillen. Instinktiv sucht es dazu die mütterliche Brust. Es kann sogar selbstständig dorthin robben, wenn es auf dem Bauch der Mutter liegt. Das Schlucken erfolgt ebenfalls reflexartig. Des Weiteren verfügen Babys über einen starken Würgreflex, welcher ein Verschlucken verhindern soll. Der Geschmackssinn ist auf Süßes ausgerichtet. Diese Vorliebe sichert das Überleben, weil auch die Muttermilch süßlich schmeckt. Saures und Bitteres hingegen lehnen Babys zunächst ab. Das ist eine Art Schutzmechanismus, weil zum Beispiel giftige Pflanzenbestandteile häufig bitter schmecken.

Das Gehör ist vollständig ausgebildet sowie funktionsfähig. Es wird aber in den nächsten Monaten weiter ausreifen. Das Neugeborene nimmt Geräusche zunächst gedämpft wahr, denn der Gehörgang ist in den ersten Tagen noch mit Fruchtwasser gefüllt. Das Baby reagiert auf Geräusche, kann diese aber noch nicht einordnen. Die Stimme der Mutter hört es am liebsten, aber auch Musik mag es vielleicht gerne. Übrigens empfinden Säuglinge eine höhere Stimm- beziehungsweise Tonlage am angenehmsten.

Das Neugeborene kann bereits scharf sehen, dazu müssen sich Dinge jedoch 20 bis 30 Zentimeter vor seinem Gesicht befinden. Ansonsten erscheint die Umgebung verschwommen und eher in Grautönen, weshalb Farben mit starken Kontrasten günstig sind. Dazu können Sie zum Beispiel Mobiles verwenden, deren Elemente in Komplementärfarben eingefärbt sind. Ab etwa der dritten Woche kann das Baby seinen Blick auf die Eltern fixieren, sofern diese nicht zu weit entfernt stehen. Sich bewegende Gegenstände wecken sein Interesse. Außerdem beginnen Babys Gesichtsausdrücke nachzuahmen.

In den ersten ein bis zwei Wochen schläft der Säugling bevorzugt in der Embryonalhaltung, das heißt die Beine sind angewinkelt und zum Bauch hingezogen. Die Arme liegen eng am Körper und die Hände sind zu Fäusten geballt. Bewegungen führt das Baby noch reflexartig und unkoordiniert aus. Aufgrund der fehlenden Kontrolle über die Nackenmuskulatur liegt der Kopf in der Rückenlage zur Seite gewandt. Beim Hochnehmen und Tragen muss der Kopf deshalb immer gestützt werden. Der Greifreflex ist in den ersten Tagen und Wochen stark ausgeprägt: Wenn Sie die Handfläche des Säuglings mit dem Finger berühren, umgreifen die kleinen Finger und der Daumen diesen mit festem Griff. Gegen Ende des ersten Monats beginnt das Baby, seine Hände und Füße zu erkunden.

Zwar kann das Baby noch nicht sprechen, aber es äußert sich etwa durch Weinen und Schreien gegenüber seiner Umwelt: Die Eltern reagieren darauf, indem sie zum Beispiel seinen Hunger stillen oder ihm die nassen Windeln wechseln und damit seine Bedürfnisse befriedigen. Mit der Zeit wird dem Baby der Zusammenhang zwischen Schreien beziehungsweise Lautäußerung und einer konkreten Reaktion seitens der Umwelt bewusst. Es erkennt, dass es selbst etwas bewirken kann: Der Grundstein für die Kommunikation ist gelegt. Gegen Ende des ersten Lebensmonats wird es selbst erste Laute von sich geben und auf Stimmen antworten.

In den ersten Wochen braucht der Säugling mindestens acht Stillmahlzeiten täglich. Manche Babys verlangen sogar alle zwei Stunden nach der mütterlichen Brust.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

2. Monat

Das Baby beginnt verstärkt zu strampeln. Der Tastsinn wird ausgiebig genutzt – hier können Sie Ihr Kind unterstützen, indem Sie ihm verschiedene Gegenstände hinhalten. Das Greifen erfolgt jedoch weiterhin intuitiv und ungezielt. Außerdem erkundet das Baby seine Hände und Finger: Es nimmt sie in den Mund, betastet eine Hand mit der anderen und schaut sie sich genau an. Spielzeug im klassischen Sinne braucht ein Säugling übrigens noch nicht. Es reicht zum Beispiel ein Mobile über dem Bett und alltägliche Gegenstände, mit denen man die Aufmerksamkeit des Kindes wecken kann. Vieles, was man mit ihm „unternehmen“ kann, ist in gewisser Weise Spiel: ein Lied singen, ihn anlächeln, auch Streicheleinheiten gehören dazu.

Das Baby hört jetzt aufmerksamer zu und äußert erste Laute in Form von Lallen, Quieken oder Glucksen. In dieser Zeit lächelt das Baby länger und ausgeprägter und dies vor allem dann, wenn es seine Eltern hört oder sieht.

Sich bewegende Gegenstände werden mit den Augen verfolgt – dabei wendet das Baby auch den Kopf. Primärfarben kann der Säugling allmählich unterscheiden, so dass Farben und Formen interessant werden. Rot- und Gelbtöne sind im ersten Lebensjahr bevorzugte Farben.

Der Säugling hat über den Tag verteilt etwa zwei bis vier längere Schlafphasen. Insgesamt schläft er bis zu 16 Stunden täglich, wobei die Schlafdauer jeweils zwischen zwei und sechs Stunden schwanken kann. Nach dem Aufwachen wird das Kind wahrscheinlich anfangen zu schreien. Damit drückt es meist ein Bedürfnis oder Unbehagen aus. Weint es ohne festzustellenden Grund, kann auch intensives Streicheln und sanftes Schaukeln helfen. Manchmal beruhigt sich das Baby auch von selbst: Es nuckelt instinktiv an seinem Daumen (oder am Schnuller), was der Beruhigung und dem Abbau von Ängsten dient.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

3. Monat

In der Bauchlage und wenn es hochgehoben wird, gelingt es dem Baby, den Kopf für kurze Zeit zu halten. Die stützende Hand unter dem Kopf ist während des Tragens dennoch unbedingt notwendig. Zudem versucht der Säugling, nach Gegenständen zu greifen, und in die Hand gegebene Gegenstände können von ihm kurz festgehalten werden. Wenn diese zusätzlich Geräusche produzieren, sind sie besonders spannend. Übrigens ist es hilfreich, sich bereits jetzt anzugewöhnen, das Baby im Auge zu behalten, wenn es auf einer erhöhten Fläche zum Beispiel auf der Wickelkommode, liegt.

Die Sprachentwicklung schreitet voran: Das Baby „brabbelt“ vor sich hin. Seine Bedürfnisse bringt es zwar weiterhin durch Schreien zum Ausdruck – jetzt aber zweckgerichteter, so dass der Grund des Schreiens deutlicher hervortritt.

Sie können zu diesem Zeitpunkt die Grundlage für die Sprachentwicklung legen, indem Sie sich viel mit Ihrem Baby unterhalten und ihm vorlesen. Seine Eltern erkennt der Säugling anhand ihrer Stimmen und er kann fremde von bekannten Gesichtern unterscheiden.

Vertrauten Stimmen wendet das Baby seinen Kopf zu und Personen, die es mag, werden mit einem Lächeln begrüßt. Überhaupt werden Gefühle durch verschiedene Gesichtsausdrücke gezeigt.

Es bildet sich langsam ein Tag-Nacht-Rhythmus mit relativ festen Schlaf- und Wachphasen heraus. Durchschlafen werden aber erst die wenigsten Kinder. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Rituale, insbesondere für das Zubettgehen, einzuführen. Babys mögen das Vorhersehbare, weil es ihnen ein Gefühl der Sicherheit gibt und beruhigend wirkt. Das abendliche Ritual könnte dabei wie folgt aussehen: Wenn das Baby sichtlich müde wird und sich zum Beispiel die Augen reibt, können Sie es für das Zubettgehen vorbereiten, das heißt waschen, sanft massieren und die Windeln wechseln. Dazu können Sie beruhigende Musik spielen oder Einschlaflieder singen und das Zimmer in gedämpftes Licht tauchen. Eine Gute-Nacht-Geschichte, eine Spieluhr, das geliebte Kuscheltier oder eine angenehme, gedämpfte Lichtquelle können zusätzlich beim Einschlafen helfen. Sie sollten das Baby möglichst nie auf dem Arm oder an der Brust einschlafen lassen. So fällt es ihm leichter, alleine in den Schlaf zu finden.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

4. Monat

Die Motorik beherrscht das Baby immer besser: Auf dem Bauch liegend kann es sich vielleicht schon mit den Armen abstützen und damit etwas aufrichten. Außerdem kann es sich vom Rücken auf den Bauch und umgekehrt drehen. Das Kind sollte daher nicht unbeaufsichtigt auf erhöhten Flächen liegen, wenn diese keinen hohen Rand haben. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihr Baby mit einer Hand festhalten, sobald es sich drehen kann.

Der Mund des Säuglings ist ein wichtiges Tastorgan: Das ergriffene Objekt wird nur kurz von ihm betrachtet, bevor es versucht, den Gegenstand in den Mund zu stecken. Dem Kind gereichte Gegenstände sollten deshalb sauber sein und nicht aus verschluckbaren Teilen bestehen.

Das Baby übt sich im Brabbeln und in Lautäußerungen. Reaktionen darauf, wie Lächeln oder Antworten, motivieren es, weiter am Spracherwerb zu arbeiten. Außerdem versucht das Baby, wahrgenommene Laute nachzuahmen.

Im vierten Lebensmonat können Farbabstufungen gut wahrgenommen werden. Jedoch sind kräftige Farben für das frühkindliche Auge nach wie vor am attraktivsten, weil Pastelltöne noch schwer unterscheidbar sind.

Der Magen des Säuglings ist jetzt so groß, dass vier bis sechs Milchmahlzeiten am Tag ausreichend sind. Wählen Sie beim Stillen eine möglichst ruhige Umgebung, denn das Kind lässt sich jetzt leichter ablenken.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

5. Monat

Der Bewegungsdrang des Babys nimmt in diesem Lebensmonat zu. Es kann sich zielgerichtet zur Seite beziehungsweise vom Rücken auf den Bauch rollen. Auch seinen Kopf kann es mühelos halten und drehen. Auf dem Rücken liegend kann es den Kopf und ein wenig auch die Schultern anheben. Außerdem kann der Säugling die Beine so weit zum Körper heranziehen, dass er mit seinen Füßen spielen und diese in den Mund nehmen kann. In der Bauchlage hingegen kann er sich auf seine durchgestreckten Arme abstützen und den Rücken nach oben biegen. Manchmal können Babys jetzt bereits für kurze Zeit sitzen. Gegenstände können von einer Hand in die andere genommen werden.

Die psychische Entwicklung ist nun so weit vorangeschritten, dass das Baby mit eigener Mimik auf den Gesichtsausdruck seines Gegenübers reagiert. Wenn Sie mit Ihrem Kind sprechen, wird es Ihren Mundbewegungen aufmerksam folgen, um dann bestimmte Konsonanten zu imitieren. Überhaupt übt es jetzt fleißig am Spracherwerb. Vielleicht sagt es einen Laut immer wieder vor sich her, bevor es sich einem anderen „Wort“ zuwendet. Zudem kann das Kind meist bereits seinen Namen erkennen und reagiert, sobald es diesen hört. Den Inhalt eines Satzes versteht es noch nicht im wortwörtlichen Sinne, vielmehr erschließt sich ihm die Bedeutung über den Klang der Stimme und die Satzmelodie.

Die Mahlzeiten werden für den Säugling immer spannender, und vielleicht schaut er interessiert zu, wenn andere essen. Sofern Ihr Kind dazu bereit ist, können Sie nun mit der schrittweisen Einführung der Beikost beginnen.
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Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

6. Monat

Das Baby ist nun in der Lage sich herumzurollen, manchmal robbt es auch liegend vor- oder rückwärts. Dadurch kann es sich selbst auf einer größeren Fläche, wie auf einer Krabbeldecke, fortbewegen. Halten Sie Ihr Kind daher unbedingt immer mit einer Hand fest, wenn es zum Beispiel auf der Wickelkommode liegt.

Jetzt kann der Säugling auch seine Hände immer vielfältiger einsetzen, indem er sie aneinander schlägt und Gegenstände festhält, an sich heranzieht oder auch fallen lässt. Besonders Letzteres bereitet ihm viel Freude - gleichzeitig lernt er dabei, das Verhältnis von Höhe und Tiefe einzuschätzen.

Ihr Kind entdeckt seine kleine Welt. Unterstützen Sie es darin, indem Sie seine Sinne anregen. Dazu können Sie ihm Gegenstände mit unterschiedlichen Eigenschaften, wie fest, gummiartig und weich, geben. Auch verschiedene Geräusche (Rassel, Musik etc.) wird es spannend finden.

Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind: Durch das beständige Hören der Sprache kann es Laute und schließlich erste Silben bilden und damit seine sprachlichen Fähigkeiten entwickeln.

Die Ausdrucksfähigkeit über Mimik, Gestik und Sprache prägt sich weiter aus und wird immer genauer. Das Baby entwickelt die Fähigkeit zu erkennen, ob sein Tun gefällt oder missfällt. Diese Tatsache wird es später nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Manche Babys beginnen jetzt mit dem Fremdeln, das heißt sie verhalten sich gegenüber fremden Menschen zurückhaltend bis ablehnend. Diese Phase kann bis zu sechs Monate anhalten, manchmal auch länger.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

7. Monat

Möglicherweise gelingt es dem Baby für kurze Zeit, ohne Hilfe zu sitzen. In diese Position sollte es allerdings nicht gebracht werden, wenn es diese nicht selbst einnehmen und halten kann. Der Rücken könnte andernfalls unnötig belastet werden. Vielleicht kann sich das Kind auch aus der Bauchlage heraus hinsetzen. Manche Babys beginnen jetzt mit dem Krabbeln.

Die kommunikative Seite gewinnt mehr und mehr an Bedeutung: Das Baby sucht den Blickkontakt und schaut der Bezugsperson beim Sprechen auf den Mund. Es ahmt einzelne Laute nach und spricht mit sich selbst, wenn es vor dem Spiegel sitzt. Außerdem zeigt es auf die Gegenstände, die es haben möchte. Das Kind kann zunehmend Dinge in Beziehung zueinander setzen und wieder erkennen. Beim Versteckenspielen lernt es, dass Dinge nicht verschwinden, nur weil sie nicht mehr sichtbar sind. Das Gehör kann Geräusche unterscheiden und lokalisieren.

Die ersten Zähnchen werden sichtbar: Zunächst brechen in der Regel die zwei oberen und die zwei unteren mittleren Schneidezähne durch. Eine zu Beginn schiefe Stellung der Zähne sollte Sie nicht beunruhigen. Das Zahnen kann ziemlich schmerzhaft sein. Wenn Ihr Kind sehr leidet, fragen Sie am besten Ihren Kinderarzt, welche Möglichkeiten der Linderung es gibt. Eine weitere häufige Begleiterscheinung ist eine verstärkte Speichelbildung.

Achten Sie ab dem ersten Zähnchen auf eine entsprechende Pflege, um Karies vorzubeugen. Dafür können Sie ein feuchtes Wattestäbchen verwenden, später eine weiche Baby- bzw. Kinderzahnbürste. Des Weiteren sollten Sie keine gesüßten Tees und möglichst nur verdünnte Säfte zu trinken geben. Auf keinen Fall sollten diese Getränke zum Dauernuckeln überlassen werden. Die besten Durstlöscher sind im Übrigen stilles Mineralwasser und ungesüßter Kräutertee.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

8. Monat

Ein großer Schritt vollzieht sich in der Fortbewegung: Das Kind unternimmt seine ersten Krabbelversuche oder rutscht mit dem Hintern über den Boden. Es wird auch versuchen, sich an Gegenständen hochzuziehen. Spätestens jetzt ist es wichtig, die Wohnung kindersicher einzurichten. Zerbrechliche und wackelige Gegenstände sollten außer Reichweite gebracht werden, Schranktüren und Schubladen fest verschlossen sowie Treppen und Steckdosen gesichert werden.

Die Feinmotorik entwickelt sich ebenfalls weiter: Das Baby kann mit dem Finger auf Gegenstände zeigen und vielleicht schon kleine Gegenstände mit Daumen, Zeigefinger und/oder Mittelfinger aufheben beziehungsweise halten. Dabei fällt es ihm leichter, Gegenstände zu greifen und festzuhalten, als sie wieder loszulassen. Vielleicht lässt es das Festgehaltene auch fallen, sobald es mit der anderen Hand nach einem weiteren Gegenstand greift.

Die Kurzsicht funktioniert gegenüber der Fernsicht nach wie vor etwas besser. Das Baby versteht das Verhältnis von Gegenständen untereinander und kann diese mit Wörtern in Verbindung bringen.

Der Gemütszustand des Kindes tritt deutlicher hervor, und es lernt, Gefühle einzuschätzen und nachzuahmen. Allerdings leiden auch viele Babys unter Trennungsängsten. Ein Grund ist, dass sie sich allmählich selbst als eigenständiges Wesen bewusst wahrnehmen – und das macht ihnen Angst. Die Erfahrung der Trennung müssen sie jedoch machen, denn indem die vertraute Person weggeht und wiederkommt, festigt sich ihr Vertrauen. Manche Kinder kommen mit einer kurzzeitigen Trennung gut zurecht, andere müssen erst beruhigt werden oder brauchen zum Beispiel nachts beziehungsweise vor dem Schlafengehen besonders viel Zuwendung.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

9. Monat

Das Baby versucht, sich an den Möbeln hochzuziehen. Zunächst wird es bis in den Kniestand gelangen und dies immer wieder üben. Wenn es festgehalten wird, kann es bereits aufrecht stehen. Außerdem kann das Baby einige Minuten frei sitzen: Um sich aufrecht zu halten, stützt es sich mit den Armen ab und kann sich dabei nach vorn beugen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Die Feinmotorik wird ebenfalls immer besser: Das Kind ist im Stande, Dinge in einen Behälter zu legen und wieder herauszuholen. Ferner beschäftigt es sich besonders gerne mit Spielzeug, das mit beweglichen Elementen ausgestattet ist.

Gegenstände oder auch Wünsche werden mit bestimmten Lauten benannt. Es ist auch möglich, dass das Baby schon bewusst die Eltern mit „Ma“ und „Pa“ anspricht. Während es sich in der Silbenbildung übt, wächst der Passivwortschatz und auch das Erinnerungsvermögen erweitert sich. Hier helfen Sie Ihrem Kind, wenn Sie viel mit ihm sprechen. Sie können die sprachliche Entwicklung auch durch Fingerspiele oder gemeinsames Musizieren fördern: Singen Sie ein Lied und klatschen Sie dabei in die Hände beziehungsweise klatschen Sie mit den Händen Ihres Kindes.

Das Schlafbedürfnis des Kindes geht zurück: Tagsüber kommt es meist mit einem Mittagsschlaf aus.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

10. Monat

Unter Zuhilfenahme von Möbeln oder Gitterstäben versucht das Baby, sich in eine stehende Position zu bringen und vielleicht erste Schritte zu unternehmen. Es lernt seine Knie zu beugen, um sich aus der stehenden Position hinzusetzen. Vielleicht drängt es Sie danach, das Laufenlernen Ihres Kindes zu unterstützen, indem Sie es an der Hand führen. Unter Umständen kann dieses Vorgehen das Kind verunsichern, weil es sich dabei frei im Raum bewegt, ohne eine feste (nicht mitlaufende) Stütze zu haben. Wenn Ihr Kind unsicher ist, überlassen Sie ihm diesen Entwicklungsschritt selbst. Übrigens: Schuhe benötigt Ihr Kind erst, wenn es draußen läuft. Hingegen fördert das Barfußlaufen den Gleichgewichtssinn und eine gesunde Entwicklung der Füße.

Statt Dinge nur fallen zu lassen, beginnt das Baby, diese auch zu werfen. Das Greifen und Loslassen vollzieht es nun präzise und wird es in den nächsten Monaten weiter perfektionieren.

Allmählich zeigt sich die Persönlichkeit des Babys nach außen. Ist es gesellig oder eher zurückhaltend? Seinen eigenen Willen äußert es manchmal durch lauten Protest.

Das Kind versteht jetzt die Bedeutung vieler einfacher Wörter und Sätze. Um die Sprachentwicklung weiter zu fördern, achten Sie bei sich selbst auf eine deutliche Aussprache und vermeiden Sie die Babysprache. Unterhalten Sie sich viel mit Ihrem Kind. Das kann auch eine Beschreibung des eigenen Tuns sein. Hemmend auf die Sprachentwicklung wirken sich hingegen häufiges oder fast ausschließliches Hören von Radio und Hörbüchern sowie das Fernsehen aus: Es fehlen der aktive Austausch und das soziale Miteinander - unabdingbare Voraussetzungen für eine gute Artikulationsfähigkeit.

Das „Fremdeln“ erreicht nun seinen Höhepunkt oder lässt bereits langsam nach. Wenn Sie Ihr Kind schon relativ früh zum Beispiel an einen Babysitter gewöhnt haben und dieser regelmäßig auf Ihr Kind aufpasst, fällt das Fremdeln meist schwächer aus.
Wenn das Baby vor bekannten oder ungewohnten Geräuschen und Situationen Angst hat, erklären Sie ihm kurz die Situation, und dass alles in Ordnung ist.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

11. Monat

Das Baby wird immer unabhängiger: Das Stehen klappt gut, und die ersten Schritte werden unter Zuhilfenahme von Möbeln, an denen es sich entlang hangeln kann, unternommen. Nach wie vor bewegt sich das Kind aber wahrscheinlich durch Krabbeln oder Robben vorwärts und ist dabei flink unterwegs. Es kann jetzt ohne fremde Hilfe längere Zeit sitzen. Interessiert es sich für einen Gegenstand, wird es nicht nur mit den Händen danach greifen, sondern auch Hilfsmittel verwenden. Hierzu gehören zum Beispiel Tischdecken. Diese sind jedoch zugleich eine Gefahrenquelle, wenn auf dem Tisch stehende Dinge heruntergezogen werden können.

Das Kind kann oft schon selbst mit einem Löffel essen und aus einer Tasse trinken und findet es jetzt spannend, wenn es mithelfen kann, zum Beispiel beim Anziehen. Über lobende Worte freut es sich.

Die Sprache entwickelt sich weiter. Statt beliebig Laute zu äußern, werden Dinge mit bestimmten Silben bezeichnet. Möglicherweise kommt auch das erste richtige Wort über die Lippen. Außerdem prägt sich die Fähigkeit aus, sich Dinge zu merken, weshalb das Baby beginnt, Gegenstände zu suchen, sobald diese verschwunden sind.

Unterstützen Sie Ihr Kind: Lassen Sie es eigenständig ausprobieren, damit es selbst seine Grenzen kennen lernen kann. Das könnte bisweilen jedoch nicht ganz ungefährlich sein. Es ist vielmehr eine Gratwanderung und deshalb praktikabler, dem Kind vorab gewisse Grenzen zu setzen: Sagen Sie ihm kurz und klar, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden sind. Keine Sorge, der Entdeckerdrang Ihres Kindes wird nicht eingedämmt - stattdessen wird es wahrscheinlich Ihre Aufforderung zunächst ignorieren und am nächsten Tag auch vergessen haben. Aber mit der Zeit prägen sich ihm Ihre häufigen Warnungen ein, die ihm im weiteren Verlauf des Lebens nützlich sein können - insbesondere weil Kinder zum Beispiel erst mit etwa sechs Jahren Gefahren selbst einschätzen können.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

12. Monat

Das Kind versucht gerne und oft, sich hinzustellen und einige Schritte ohne fremde Hilfe zu unternehmen. Dabei werden Hüfte, Beine und Füße kräftiger. Der Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit verbessern sich, was wichtige Voraussetzungen für das Gehen sind. Möglicherweise kann Ihr Kind im Stehen Gegenstände vom Boden aufheben, wenn es sich dabei mit einer Hand festhält.

Sofern Ihr Kind noch nicht frei stehen oder laufen kann, sollte Sie das keineswegs beunruhigen. Jedes Kind entwickelt sich individuell, so dass es auch normal ist, wenn es erst mit 18 Monaten die ersten Schritte ohne Unterstützung macht.

Vielleicht möchte Ihr Kind nun ohne fremde Hilfe essen und trinken, was aber voraussichtlich noch nicht gut gelingt. Beim Anziehen hilft es ebenfalls aktiv mit. Die Feinmotorik ist soweit ausgeprägt, dass das Baby zum Beispiel mit einem Stift Striche zeichnen kann. Es sucht gerne Dinge, welche Sie etwa unter einer Decke versteckt haben, und freut sich am Wiederfinden.

Auf einfache Fragen kann Ihnen Ihr Kind antworten, auch wenn das vorwiegend noch über Mimik und Gestik geschieht. Den Aufbau seines Wortschatzes können Sie fördern, indem Sie Gegenstände immer wieder bei ihrem Namen nennen. Nutzen Sie dazu zum Beispiel auch Spaziergänge und zeigen Sie Ihrem Kind die Umgebung, einzelne Pflanzen oder Gegenstände und benennen Sie diese. Damit unterstützen Sie neben der Sprachentwicklung auch die Beobachtungsgabe und die Wissbegierigkeit. Um dem Kind neben der Alltagssprache auch weniger oder nie verwendete Wörter zu vermitteln, können Sie ihm Geschichten und Märchen vorlesen. Nebenbei schulen Sie die Fantasie und das Vorstellungsvermögen sowie das Gedächtnis.

Das Fremdeln ist jetzt meist kein Thema mehr, auch wenn das Kind auf unbekannte Menschen noch verhalten reagieren kann. Leidet es nach wie vor unter Trennungsängsten, ist auch das völlig normal.


Berücksichtigen Sie bitte, dass die in den einzelnen Phasen beschriebenen Verhaltensweisen und Fertigkeiten nur Anhaltspunkte sein können, denn jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich ganz individuell. Es sollte Sie daher nicht beunruhigen, wenn Ihr Baby noch nicht so weit ist wie in dem jeweiligen Altersabschnitt beschrieben. Sofern Sie sich unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt.

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