Apfel mit Wurm
Ich bin gar kein Wurm. Ich bin ein Insekt. Genauer gesagt bin ich die Raupe eines kleinen Schmetterlings, des Apfelwicklers.
Vor zwei Wochen bin ich als Larve aus einem winzigen Ei geschlüpft. Damit ich genug zu fressen habe, hat meine Mutter das Ei an einen großen roten Apfel geklebt. Nach dem Schlüpfen habe ich mich durch die Schale in den Apfel hineingebohrt. Jetzt lebe ich wie im Schlaraffenland. Ich fresse das Fruchtfleisch und auch die Kerne. Obwohl der Apfel noch nicht reif ist, fällt er schon runter. Das macht mir aber nichts aus. Ich bleibe solange im Apfel, bis ich dick und rund bin. Dann wandere ich zum nächstgelegenen Baum. Hier verspinne ich mich unter der Rinde und überwintere. Im Frühjahr bilde ich eine Hülle um mich herum, die Puppe. Im Inneren der Puppe „verwandele“ ich mich zu einem erwachsenen Insekt. Wenig später schlüpfe ich: Ich bin jetzt ein Schmetterling. Wenn die Nächte wärmer werden, paare ich mich. Meine Eier lege ich an die noch ganz kleinen Äpfel. Meine Nachkommen sollen es schließlich genauso gut haben wie ich.
Frage der Woche
Wie kommt der Apfel ins Glas?
In einem Liter Apfelsaft stecken etwa sieben Äpfel. Aber wie bekommt man eigentlich sieben Äpfel in eine Flasche?!
Ganz einfach:
Klar, zuerst werden die Äpfel gepflückt. Dann werden sie sortiert und gewaschen. Anschließend werden sie in einer Mühle gemahlen. In der Fachsprache heißen die gemahlenen Äpfel Maische.
Die Maische wird gepresst. Es entsteht naturtrüber Apfelsaft mit Fruchtfleisch. Soll der Apfelsaft klar werden, wird er noch zentrifugiert – also ganz schnell geschleudert – und gefiltert. Auf diese Weise werden die Fruchtfleischteilchen aus dem Saft entfernt.
Übrigens, es steckt nicht überall Apfel drin, wo Apfel draufsteht … Augapfel ist ein Sehorgan, Erdapfel ist ein anderer Name für Kartoffel, Pferdeapfel ist der Kot vom Pferd und Apfelschimmel ist eine Pferderasse.
Basteltipp
Wie aus Apfelkernen wunderschöner Schmuck wird.
Du brauchst:
jede Menge Apfelkerne / eine Nähnadel / einen Faden / einige bunte Perlen / einen Fingerhut
Und so wird’s gemacht:
Verknote das eine Fadenende. Fädel dann die Apfelkerne einzeln mit der Nadel auf den Faden. Wenn du dich nicht pieksen möchtest, trag dabei einen Fingerhut. Zieh doch auch ein paar bunte Perlen auf den Faden auf! Sind alle Apfelkerne aufgefädelt, binde die beiden Fadenenden zusammen. Fertig ist deine Apfelkernkette!
Tipp:
Nimm am besten frische Apfelkerne. Die sind weicher und können einfacher aufgefädelt werden.