Die Zahl der Bio-Bauern in Deutschland nimmt kontinuierlich zu. Aber die Rate liegt unter dem Marktwachstum. Viele Bio-Produkte werden importiert. Zum einen solche, die bei uns nicht wachsen, z.B. Gewürze, Tee, Kaffee, Kakao, Zitrusfrüchte. Zum anderen auch Produkte, die in Deutschland gedeihen, wie Getreide, Feldgemüse, Äpfel. Das ist bezüglich der Bio-Qualität kein Problem; dieselben strengen Regeln für Anbau und Verarbeitung gelten für heimische wie für importierte Waren. Ein dichtes Kontrollnetz, das die Händler und Verarbeiter mit vielen Maßnahmen ergänzen, auch die immer feiner werdende Laboranalytik stellen zuverlässig sicher, dass Bio drin ist, wo Bio draufsteht. Es ist erfreulich, wenn Bauern in ärmeren Ländern die Marktchancen der Bio-Produkte nutzen können. Zu begrüßen sind die positiven Auswirkungen der Bio-Landwirtschaft auf die Umwelt an jedem Ort, wo Öko-Landbau stattfindet. Aber mehr heimische Erzeugung ist ein Pluspunkt für unsere Umwelt.
Deshalb hat Alnatura die »Zukunftsinitiative für mehr Bio- Bauern« gestartet. Mit Hilfe des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (
www.fibl.de) sollen Bauern, die konventionell wirtschaften, kompetent über Bio-Landbau informiert werden und Zugang zu qualifizierter, genau auf ihren Betrieb zugeschnittener Beratung erhalten.