Alnatura Saatgutaktion 2010
Bereits im siebten Jahr unterstützen Alnatura Kunden die Züchtung von ökologischem Saatgut: Den kompletten Reinerlös in Höhe von 30.000 Euro aus dem Verkauf von über 85.000 Saatguttütchen spendet Alnatura auch in diesem Jahr an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.
Seit sieben Jahren ist die Alnatura Saatgutaktion fester Bestandteil des Engagements für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Auch dieses Jahr beteiligten sich wieder viele Tausend Kunden an dieser Initiative: Den kompletten Reinerlös in Höhe von 30.000 Euro aus dem Verkauf von über 85.000 Saatguttütchen spendet Alnatura an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Damit erhöht sich die Spendensumme aus den letzten sieben Jahren auf über 250.000 Euro – ein erheblicher Beitrag zur Entwicklung von über 50 Gemüse- und Getreidesorten aus biologisch-dynamischer Zucht. Zurzeit unterstützt der Saatgutfonds 20 Gemüsezüchter und sechs Initiativen in der Getreidezüchtung, die an mehr als 100 neuen Sorten arbeiten.
Durch die Aussaat der Bio-Samen im Garten oder im Balkonkasten kann man so nicht nur Gemüse oder Blumen ganz ohne Chemie anbauen. Mit dem Kauf der Bio-Saatguttütchen von der Bingenheimer Saatgut AG leistet man einen aktiven Beitrag zur Züchtung von ökologischem Saatgut.
Warum ökologisches Saatgut?
Ein großer Teil des konventionellen Saatguts entspricht nicht mehr dem alten Ideal von Saatgut, das immer wieder neue Pflanzen hervorbringt. Die sogenannten Hybride stammen aus Inzuchtlinien und sind „Einwegpflanzen“, ihre Samen sind zur Wiederverwendung nicht geeignet. Die gentechnisch veränderten Sorten der konventionellen Landwirtschaft sind außerdem an bestimmte Pestizide der Agrarkonzerne angepasst, die so nicht nur ihr Saatgut, sondern auch gleich die dazugehörigen Agro-Chemikalien verkaufen wollen. „In der konventionellen Landwirtschaft wird auf Hochleistung und schönes Aussehen gezüchtet. Gurken und Auberginen müssen groß, gleichförmig und makellos sein, Geschmack und Inhaltsstoffe sind da oft zweitrangig“, erklärt Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.
Anders bei ökologisch gezüchtetem Saatgut: Aus den samenfesten Sorten kann immer wieder neues Saatgut gewonnen und auf den Feldern ausgesät werden - so wie dies die traditionelle Landwirtschaft schon seit Jahrhunderten praktiziert. Nach Angaben der FAO, der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, hat die Menschheit in den vergangenen 100 Jahren drei Viertel der Kultursorten verloren. „Durch Investitionen in die Entwicklung neuer Sorten sichern wir die Vielfalt unserer Ernährung und machen uns unabhängig von den großen Agrarkonzernen“, erläutert Oliver Willing.
Wichtig ist Bio-Saatgut auch deshalb, weil es Gemüse und Getreide hervorbringt, das den spezifischen Bedingungen des Öko-Landbaus entspricht: robuste Sorten, die auch ohne den Einsatz von Chemie stabile Erträge bringen, Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten bieten und weit verzweigte Wurzeln haben, um möglichst viele Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen zu können. Ökologisches Saatgut ist außerdem dem Standort und jeweiligen Klima angepasst.