Starker Kundenzuspruch führt Alnatura zu erneutem Umsatzrekord

Alnatura beliebteste Lebensmittelmarke in Deutschland / Alnatura startet Umstellungsinitiative für mehr Bio-Bauern / Neue Unternehmenszentrale

Bickenbach, 20. November 2014. 30 Jahre nach der Gründung von Alnatura erwirtschaftete das Bio-Handelsunternehmen aus dem hessischen Bickenbach im Geschäftsjahr 2013/2014, das am 30. September 2014 endete, einen Umsatz von 689 Millionen Euro netto. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 16 Prozent. Während sich das Wachstum des gesamten deutschen Bio-Markts in den letzten Jahren im einstelligen Prozentbereich eingependelt hat (2013: +7 Prozent), verzeichnet Alnatura seit der Gründung zweistellige Zuwächse.

Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, begründet das überdurchschnittliche Wachstum mit dem immer stärkeren Kundenzuspruch: "Der Leitgedanke der Kundenorientierung bestimmt unser Handeln seit drei Jahrzehnten. Wenn es uns gelingt, unsere Kunden zu begeistern, ihnen dabei auch die Sinnhaftigkeit unseres Tuns zu vermitteln, dann ernten wir Wertschätzung und letztlich auch wirtschaftlichen Erfolg. Mehr denn je bekommen wir heute von unseren Kunden die Bestätigung, dass sie sich mit Alnatura verbunden fühlen und wir ein von den Kunden mitgestaltetes Unternehmen sind." Eine im Oktober 2014 veröffentlichte repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa stellt fest, dass Alnatura die beliebteste Lebensmittelmarke in Deutschland ist. Damit lässt erstmals ein Unternehmen der Bio-Branche große, konventionelle Marken wie Coca-Cola oder Milka hinter sich.  
 
Kunden wünschen sich zusätzliche Filialen
Auch in der Entwicklung des Filialgeschäfts spiegelt sich die große Akzeptanz und Nachfrage der Kunden. Aktuell betreibt Alnatura 89 Filialen in 41 Städten. Im vergangenen Geschäftsjahr eröffnete Alnatura zehn neue Super Natur Märkte, und zwar in München, Berlin, Köln, Karlsruhe, Ulm, Ravensburg und Freiburg. Für das laufende Geschäftsjahr sind mindestens zehn Neueröffnungen vorgesehen, unter anderem in Düsseldorf, Potsdam, Bensheim, Berlin, München und Hamburg. Vor allem in Innenstadtlagen wünschen sich die Kunden weitere Alnatura Super Natur Märkte. Jedoch übertrifft weiterhin die allgemeine Nachfrage nach geeigneten Filialflächen das vorhandene Angebot an Mietflächen.

Sehr erfreulich entwickelt sich auch die Kooperation mit der Migros, dem größten Einzelhandelsunternehmen der Schweiz. Seit Eröffnung des ersten Alnatura Bio-Supermarkts in Zürich im August 2012 sind bislang drei Filialen hinzugekommen, die nächste Eröffnung findet Ende November in Winterthur statt. Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung von über 300 Alnatura Produkten in aktuell 75 Migros-Märkten sowie der zusätzliche Vertrieb über den Online-Shop der Migros.

Die starke Nachfrage nach Alnatura Produkten führt auch zu einem Ausbau der Warenverteilung. Nach 15-monatiger Bauzeit hat Alnatura in Lorsch mit dem weltweit größten Hochregallager aus Holz das bestehende Verteilzentrum nochmals deutlich erweitert und im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen. Mit der ungewöhnlichen Bauweise setzt Alnatura neue Maßstäbe in der Logistikbranche: Das beim Bau eingesetzte Regal- und Fassadenholz ist PEFC-zertifiziertes Fichten- und Lärchenholz aus Deutschland und Österreich. Die Architektur greift modernste ökologische Erkenntnisse auf, das Gebäude kommt ohne Heizung und zusätzliche Kühlung aus und arbeitet damit klimaneutral.  

Alnatura ist die größte Bio-Marke in Deutschland
Das Sortiment der Alnatura Produkte erreicht mit derzeit 1.160 Artikeln einen neuen Höchststand. Keine andere Bio-Marke in Deutschland verfügt über ein so umfangreiches Sortiment wie Alnatura. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 sind 40 neue Alnatura Produkte geplant. 96 Prozent der Alnatura Herstellerpartner sind kleine und mittlere Unternehmen, die zu 80 Prozent in Deutschland ansässig sind. 20 Prozent liefern aus den Nachbarländern. Wichtigster Vertriebsweg für Alnatura Produkte sind die aktuell rund 3.750 Filialen der Handelspartner in 14 Ländern (dm-drogerie markt, tegut, Budni, Hit, Globus, AEZ, Cactus, Migros).
Die ganzheitliche Philosophie hinter der Marke Alnatura fasst das Unternehmen in der "Alnatura Bio 7 Initiative" zusammen. Damit zeigt das Bio-Handelsunternehmen auf, wie es die Zukunft sinnvoll gestalten will. Das für die kommenden Jahre zentrale Projekt ist die "Alnatura Bio-Bauern-Initiative".

Mehr Bio-Bauern in Deutschland mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative
Obwohl Deutschland nach den USA der umsatzstärkste Bio-Markt weltweit ist und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln hierzulande kontinuierlich wächst, entwickelt sich die Zahl der Bio-Bauern in Deutschland im Verhältnis zur Produktnachfrage seit Jahren rückläufig und tendiert immer weiter gegen Null (2013: +2,5%). Für diese Entwicklung sind vor allem hohe Pachtpreise und niedrigere Ertragsaussichten für umstellungswillige Landwirte verantwortlich, beides eine Folge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Vor dem Hintergrund der derzeit in den EU-Gremien verhandelten Totalrevision der EU-Bio-Verordnung ist mit einer nochmals deutlich erschwerten Situation für Öko-Landwirte bzw. sogar mit einem Rückgang zu rechnen. Unter anderem plant die EU-Kommission, Bio-Bauern für Pestizid-Verwehungen aus der konventionellen Landwirtschaft verantwortlich zu machen sowie die Einführung eines eigenen, strengeren Bio-Grenzwerts für eventuelle Rückstände. Zu diesen Plänen stehen Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat und Agrarministerkonferenz in einem ungewöhnlichen Konsens mit der Bio-Branche in Deutschland: Sie lehnen die erneute Totalrevision ab und plädieren stattdessen für punktuelle Verbesserungen der erst 2009 vollständig überarbeiteten EU-Bio-Verordnung.
Aufgrund dieser schwierigen Situation initiiert Alnatura gemeinsam mit dem Deutschen Naturschutzring (DNR), der Dachorganisation der im Natur-, Tier- und Umweltschutz tätigen Verbände, die Alnatura Bio-Bauern-Initiative. Ziel ist, bis 2020 eine Fläche von 3.000 Hektar auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Hierzu werden umstellungsinteressierte Höfe identifiziert, beraten und mit finanziellen Mitteln unterstützt. Der Leitgedanke der in 2015 startenden Initiative ist Programm: "Gemeinsam Boden gut machen".  

Jubiläumsjahr: Naturschutzprojekte, Tierwohlprogramm und Kundenbeteiligung
Auch im Jubiläumsjahr 2014, das unter dem Motto "30 Jahre Bio zum Mitmachen" steht, kommt die enge Beziehung zwischen Alnatura und den Kunden zum Ausdruck. So haben sich Anfang des Jahres fast 3.000 Kunden an einem Gestaltungswettbewerb für die Verpackungen von sechs Alnatura Jubiläumsprodukten beteiligt. Von jedem verkauften Produkt flossen 30 Cent in 101 Naturschutzprojekte des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). 158.500 Euro konnten damit an regionale BUND-Projekte gespendet werden.
Nach 14-monatiger Vorbereitung hat Alnatura im Frühjahr 2014 ein neues Tierwohlprogramm für Bio-Legehennen entwickelt. In Zusammenarbeit mit einer anerkannten Hühnerexpertin der Universität Kassel ("die Hühnerflüsterin") wurde auf allen Bio-Höfen, die Eier für die Marke Alnatura liefern, ein neuartiges und systematisches Überprüfungssystem eingeführt, bei dem das Wohl der Bio-Henne im Mittelpunkt steht. Den höheren Aufwand der Bauern gleicht Alnatura mit höheren Abnahmepreisen aus. Die Alnatura Eier-Landwirte können weitere Ideen zur Förderung der Lebensqualität ihrer Legehennen beim Alnatura Initiativfonds für mehr Tierwohl einreichen und dort eine Förderung von bis zu 30.000 Euro im Jahr erhalten.

Die öffentliche Anerkennung der Unternehmensleistungen wird durch zwei Auszeichnungen unterstrichen: Götz Rehn erhielt im September 2014 den B.A.U.M. Umweltpreis, Alnatura im November den Goldenen Zuckerhut, der als bedeutendster Preis der Lebensmittelbranche gilt.

Alnatura Arbeitsgemeinschaft wächst unvermindert
Die anhaltend hohe Kundenakzeptanz und die steigende Nachfrage nach Alnatura Produkten wirkt sich auch auf die Anzahl der Mitarbeiter aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Alnatura Arbeitsgemeinschaft um 220 auf insgesamt 2.320 Mitarbeiter gewachsen, darunter 145 Lehrlinge. Alnatura ist damit einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Bio-Branche in Deutschland. 7.000 Bewerbungen gingen im letzten Jahr ein, bis zu 200 Menschen bewerben sich auf eine Stelle. Gefragt nach ihrer Motivation für eine Bewerbung, antworten die meisten Interessenten, dass sie bei Alnatura einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können. Götz Rehn zeigt sich hierüber erfreut: "Unsere Arbeitsgemeinschaft lebt seit 30 Jahren das Leitmotiv ‚Sinnvoll für Mensch und Erde‘. Wenn sich so viele Menschen hiervon angesprochen fühlen, dann ist das eine Wertschätzung unseres Engagements." Diese Anerkennung zeigt sich auch in der Auszeichnung "Deutschlands bester Arbeitgeber" des Nachrichtenmagazins Focus, die Alnatura in der Kategorie mittelgroßer Unternehmen im Einzelhandel erhielt.
An der positiven Unternehmensentwicklung nehmen die Alnatura Mitarbeiter traditionell über eine Wertschöpfungsbeteiligung teil: Sie erhalten für das zurückliegende Geschäftsjahr einen Alnatura Einkaufsgutschein in Höhe von 700 Euro sowie im Jubiläumsjahr einen zusätzlichen Bonus von 300 Euro.

Neue Unternehmenszentrale in Darmstadt
In der Unternehmenszentrale in Bickenbach macht sich das Wachstum inzwischen auch räumlich deutlich bemerkbar. So ist die Zahl der dort Beschäftigten von anfänglich vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jahr 1989 auf rund 400 angestiegen. Angesichts der auch für die Zukunft erwarteten positiven Entwicklung wird aktuell ein neuer Unternehmenssitz in Darmstadt geplant und gestaltet. Das neue Alnatura Bürogebäude hat eine Bruttogeschossfläche von rund 10.000 Quadratmetern, bietet Platz für 500 Mitarbeiter und wird nach den neuesten ökologischen Erkenntnissen errichtet. Auf dem Gelände soll ein attraktiver Campus entstehen, der Baubeginn ist für Sommer 2015 geplant, die Fertigstellung für Ende 2016.

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