Produkt-Rückruf: Alnatura 4-Korn-Getreidebrei (nach 4. Monat) 250 g

Mindesthaltbarkeitsdatum 30.11.2015

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25. November 2014. In einer Probe dieses Breies wurden Spuren des Pflanzeninhaltsstoffes Tropanalkaloide (TA) nachgewiesen.


Um jegliches Risiko für Säuglinge und Kleinkinder auszuschließen, hat Alnatura den Alnatura 4-Korn-Getreidebrei mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 30.11.2015 vorsorglich zurückgerufen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf dem Packungsboden aufgedruckt.

Ein großer Teil der Ware konnte noch vor der Auslieferung gesperrt werden. Die noch im Handel befindliche Ware wurde bereits aus den Regalen genommen.

Kunden, die noch eine Packung des Produktes mit dem MHD 30.11.2015 zu Hause haben, können diese vorsorglich zurückbringen. Sie erhalten selbstverständlich Ersatz.

Zum Hintergrund:
Bislang gibt es noch keine einheitlichen, von offizieller Seite abgesicherten Messverfahren zum Nachweis von Tropanalkaloiden.

Im Rahmen einer amtlichen Routinekontrolle wurden Spuren von Tropanalkaloiden in einer Probe des Alnatura 4-Korn-Getreidebreis nachgewiesen. Mehrere weitere Untersuchungsergebnisse eines unabhängigen akkreditierten Lebensmittellabors haben die gemessenen Werte bei Proben aus derselben Rohware und mit demselben Mindesthaltbarkeitsdatum nicht bestätigt: Es wurden keine Tropanalkaloide nachgewiesen.
Zudem wurden weitere Chargen des 4-Korn-Getreidebreis sowie andere Alnatura Getreidebreisorten von einem unabhängigen Labor untersucht. Auch in diesen Breien wurden keine Tropanalkaloide gefunden.

Tropanalkaloide kommen natürlicherweise in einigen Pflanzen vor. Sie dienen Pflanzen zur Abwehr von sogenannten Fraßfeinden. Solche Pflanzen wachsen vereinzelt auch auf Getreideanbauflächen. Bei der Getreideernte können deren Samenkörner miterfasst werden und so in Lebensmittel gelangen. Solche „Fremdsamen“ können nach der Ernte gut aussortiert werden. Durch modernste Laboranalytik jedoch können bereits äußerst geringe Spuren im Milliardstel-Gramm-Anteil (0,000 000 001g = 1 Nanogramm, das entspricht 1 Gramm Tropanalkaloide in 1 Million kg Getreide) festgestellt werden. Als vorbeugende Maßnahme hat unser Herstellerpartner weitere Überwachungsmaßnahmen in seine Produktionskette aufgenommen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vermerkt in einer Stellungnahme vom November 2013, dass ihm bisher keine Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von Säuglingen, Kleinkindern und Verbrauchern anderer Altersklassen durch Verzehr von Erzeugnissen mit Spuren von Tropanalkaloiden vorliegen.

Alnatura bedauert den Vorfall sehr und bittet für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.

Weshalb hat Alnatura den Brei zurückgerufen?

Im Rahmen einer behördlichen Routinekontrolle wurden in einer Probe des Alnatura 4-Korn-Getreidebreis mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.11.2015 Spuren von Tropanalkaloiden nachgewiesen.

Um jegliches Risiko für Säuglinge und Kleinkinder auszuschließen, hat Alnatura den Alnatura 4-Korn-Getreidebrei mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 30.11.2015 vorsorglich zurückgerufen.

Bislang gibt es noch keine einheitlichen, von offizieller Seite abgesicherten Messverfahren zum Nachweis von Tropanalkaloiden. Mehrere weitere Untersuchungsergebnisse eines unabhängigen akkreditierten Lebensmittellabors haben die gemessenen Werte nicht bestätigt: Es wurden keine Tropanalkaloide nachgewiesen. Zudem wurden weitere Chargen des 4-Korn-Getreidebreis sowie andere Alnatura Getreidebreisorten  von einem unabhängigen Labor untersucht. Auch in diesen Breien wurden keine Tropanalkaloide gefunden.

Was ist ein Tropanalkaloid bzw. Atropin?

Tropanalkaloide sind Pflanzeninhaltsstoffe, die vor allem in Nachtschattengewächsen wie zum Beispiel Stechapfel, Tollkirsche oder Engelstrompete vorkommen und schädlich wirken können. Sie werden in der Wurzel der Pflanzen gebildet und gelangen von dort über den Pflanzensaft in die verschiedenen Pflanzenteile, wo sie gespeichert werden. Atropin ist eines der über 100 bekannten Tropanalkaloide. Diese Stoffe dienen Pflanzen zum Schutz vor sogenannten Fraßfeinden.

Wie sind die gefundenen Spuren zu bewerten?

Tropanalkaloide (wie das Atropin) werden zu medizinischen Zwecken eingesetzt, so zum Beispiel in der Augenheilkunde und bei der Behandlung von Krämpfen.

Wie bei jedem Stoff ist es auch bei Atropin eine Frage der Dosis, ob und welche Wirkung eintritt. Man geht davon aus, dass ab einer Menge von 40 Mikrogramm (ein Mikrogramm ist ein Millionstel Gramm) Atropin bei Kindern eine Wirkung eintreten kann. Die im Alnatura 4-Korn-Brei ermittelten Spuren liegen beim Verzehr einer Portion um das 100 bis 200fache niedriger als diese wirksame Dosis.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vermerkt in einer Stellungnahme vom November 2013, dass ihm bisher keine Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von Säuglingen, Kleinkindern und Verbrauchern anderer Altersklassen durch Verzehr von Erzeugnissen mit Spuren von Tropanalkaloiden vorliegen. Auch sind keine chronischen Auswirkungen bekannt.

Wie können Tropanalkaloide in Lebensmittel kommen?

Pflanzen, in denen Tropanalkaloide natürlicherweise enthalten sind, gibt es seit jeher. Bekannte Vertreter sind zum Beispiel  Stechapfel, Tollkirsche u. Engelstrompete. Seit der Mensch Ackerbau betreibt, musste immer wieder damit gerechnet werden, dass mit dem Getreide auch reife Samen von Unkräutern (manche tragen den Pflanzeninhaltsstoff Tropanalkaloid in sich) erfasst werden. Im Unterschied zu früheren Zeiten sind die modernen Mühlen in der Lage, diese „Fremdsamen“ gut auszusortieren. Gleichzeitig sind die Analysemethoden jedoch immer feiner geworden, so dass sogar ein Milliardstelgramm (0,000 000 001g, d. h. weniger als ein Gramm Tropanalkaloide in einer Million kg Getreide) nachgewiesen werden kann.

Weshalb wurden Tropanalkaloide jetzt erst im Lebensmittel entdeckt?

Es ist davon auszugehen, dass Spuren von Tropanalkaloiden schon immer, d. h. seit Beginn des Ackerbaus in den Getreidemehlen vorhanden waren.  Im Unterschied zu früheren Zeiten sind die modernen Mühlen jedoch in der Lage, diese „Fremdsamen“ gut auszusortieren. Gleichzeitig sind jedoch die Analysemethoden immer feiner geworden, so dass inzwischen sogar ein Milliardstelgramm (0,000 000 001g) nachgewiesen werden kann.

Was tut Alnatura, um in Zukunft solche Vorfälle ausschließen zu können?

Wir kennen unseren Herstellerpartner für die Alnatura Getreidebreie aus der langjährigen Zusammenarbeit als ein sehr sorgfältig arbeitendes Unternehmen. Er hat in der Produktion ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem installiert und als vorsorgliche Maßnahme zusätzliche Überwachungsmaßnahmen in sein Herstellungsverfahren aufgenommen.

Wo finde ich das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf dem Packungsboden aufgedruckt.