30 Jahre Alnatura - hier dreht sich alles um unser Jubiläum

Wir sagen danke mit zwölf Monaten voller vielfältiger Jubiläumsaktionen und Spezialthemen, die zum Mitgestalten und Nachdenken einladen.

Miteinander wachsen: faire Projekte, die wir unterstützen

Vom 12. bis zum 26. September ruft das Forum Fairer Handel die „Faire Woche 2014“ aus. In diesen Aktionstagen machen Supermärkte, kirchliche Initiativen, Weltläden und engagierte Verbraucher bundesweit in über 2.000 Veranstaltungen darauf aufmerksam, wo und wie sich fairer, sozialer Handel positiv auswirkt. Ein Auftrag, der Alnatura nach 30 Jahren mehr denn je am Herzen liegt. Grund genug also, einen Blick auf die moralische Dimension des Lebensmittel- und Kleidungskonsums zu werfen.

In der Welt der Naturkosmetik sehr beliebt: Wildrosen verführen mit ihrem intensiven Duft

Wenn von Fairness und sozial gerechten Herstellungsbedingungen die Rede ist, spielt das Vertrauen der Verbraucher in die jeweiligen Marken und Produkte eine große Rolle. Denn im Gegensatz zu Bio gibt es keine staatlich geprüften Siegel für Fairness. Allein die Frage, was „fair“ ist und was nicht, ist bereits sehr schwer zu beantworten und jeder Konsument muss individuell für sich entscheiden, was ihm beim Kauf eines bestimmten Produktes wichtig ist.

Im Folgenden stellen wir Ihnen Initiativen vor, die wir direkt unterstützen, sowie einige Projekte von Partnern, die sich über die ökologische Herstellung von Lebensmitteln, Textilien und Kosmetik hinaus stark engagieren.

Partnerschaftliches Zusammenwirken – Hersteller, Händler und Kunden

Partnerschaftliches Zusammenwirken, das ist ein wichtiger Aspekt unserer Tätigkeit, den wir in der Alnatura Bio7-Initiative zusammenfassen. Langfristig und auf Augenhöhe – so soll die Zusammenarbeit mit unseren Partnern sein. „Alle Partner in der Wertschöpfungskette benötigen faire Preise, um beste Bio-Qualität zu produzieren“, ist Alnatura Gründer Götz E. Rehn überzeugt. Aber auch die Rolle des Konsumenten ist für ihn essenziell: „Am Ende der Kette ist der Kunde derjenige, der mit dem Kauf die Arbeit aller Menschen, die an der Herstellung mitwirken, ermöglicht.“

Alnatura Projekte und terre des hommes – Spenden, die ankommen

Häufig sind spendebereite Menschen darum besorgt, ob ihr Obolus auch wirklich sinnvoll eingesetzt wird. Im Falle von Alnatura Projekte Produkten können Kunden beruhigt zugreifen. Zum Beispiel beim Peru Café: Je verkaufte Packung fließen hier 40 Cent ohne Abzüge in das peruanische Bildungsprojekt CEPROSI des internationalen Kinderhilfswerks terre des hommes – und zwar nur dort hin.

Drei Tafeln = ein Baum: "Plant-for-the-Planet"

Der Keim der Bewegung, die heute die ganze Erde umspannt, war ein Schulreferat zur Klimakrise: Mit gerade mal neun Jahren gründete Felix Finkbeiner 2007 die Schüler-Initiative "Plant-for-the-Planet" mit dem Ziel, auf der ganzen Welt Bäume zu pflanzen, die dem weltweiten CO2-Austoß entgegenwirken sollen. Das Besondere dabei ist, dass es Kinder sind, die hier zu Umweltaktivisten werden. Unter dem Motto „Stop talking, start planting“ hielt Finkbeiner in einer Werbekampagne sogar Prominenten wie Harrison Ford oder Prinz Albert von Monaco den Mund zu. Die Bilanz ist beeindruckend: Inzwischen ist die unglaubliche Zahl von fast 13 Milliarden Bäumen gepflanzt worden. Auch Alnatura unterstützt dieses Anliegen und hat, in Kooperation mit "Plant-for-the-Planet", "Die gute Bio-Schokolade" entwickelt. Der Erlös von drei verkauften Tafeln "Die gute Bio-Schokolade" fließt in die Pflanzung eines weiteren Baumes – auf die nächste Milliarde!

People Wear Organic – Kleidung mit Bio-Baumwolle aus dem Sekem-Projekt

Aber nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Textilien achten Verbraucher zunehmend auf ökologische Qualität und gute soziale Arbeitsbedingungen bei ihrer Herstellung. Und welche Kleidung an die Haut des Nachwuchses kommt, liegt Eltern besonders am Herzen. Aus diesem Grund sind die Textilien der Marke People Wear Organic, die in unseren Super Natur Märkten verkauft werden, nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. GOTS stellt sicher, dass alle Schritte der Produktion ökologisch, sozial und fair ablaufen. So wird beispielsweise auf den Einsatz bedenklicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette strikt verzichtet. Auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen, eine gerechte Bezahlung und generationsübergreifende Bildungsmöglichkeiten hingegen wird großer Wert gelegt. Aber auch vor Ort kann man eine Menge tun: Besonders vorbildlich ist etwa die Sekem-Farm in Ägypten, mit der Alnatura bereits seit 1993 zusammenarbeitet. Sie versteht sich als Kulturinitiative und betreibt beispielsweise einen Kindergarten sowie Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Hier wird unter anderem Bio-Baumwolle in Demeter-Qualität für die Baby- und Kinderbekleidungsmarke angebaut.

Rapunzel Initiative HAND IN HAND

Der Markenhersteller Rapunzel feiert in diesem Jahr 40-jähriges Jubiläum und gehört zu den wichtigsten Bio-Pionieren in Deutschland. In den 1990er-Jahren rief das Unternehmen ein eigenes Fairhandelsprogramm mit dem Namen HAND IN HAND ins Leben, um sich für soziale Gerechtigkeit und faire Preise bei den Rohstofflieferanten einzusetzen. Inzwischen gehören dem Programm 17 HAND IN HAND-Partner auf der ganzen Welt an. Noch länger, nämlich seit 1985, besteht bereits ein eigenes Anbauprojekt mit türkischen Bauern. Inzwischen sind es etwa 600 Bauern in 14 Provinzen, die in diesem Rahmen Pinienkerne, Feigen, Haselnüsse und vieles mehr erzeugen.

Weleda – "Wert"-voller Umgang mit Rohstofflieferanten

Ebenfalls aus der Türkei stammt das Bio-Öl der Damaszener Rose, das einer ganzen Produktserie des Bio-Kosmetik-Herstellers Weleda ihren charakteristischen Duft verleiht. In der Provinz Isparta wird das kostbare ätherische Öl unter ökologischen Bedingungen hergestellt. Gleichzeitig sorgen garantierte Abnahmemengen beim beteiligten Rosendestillateur für wirtschaftliche Sicherheit. Ob Bio-Sesam aus Mexiko oder Bio-Mandelöl aus dem spanischen Alicante, rund um den Globus unterhält der anthroposophisch geprägte Traditionshersteller langfristige Projekte, bei denen faire Entlohnung und Werte wie die Gleichstellung von Mann und Frau im Mittelpunkt stehen.

ChariTea und Lemonaid – sozial nachhaltige Getränke

Ob Bio-Tee-Kreationen oder Bio-Limonaden – die Getränke ChariTea und Lemonaid sind ohne Zweifel hochwertige Produkte für eine anspruchsvolle Zielgruppe. Doch mit dem Erwerb jeder Flasche unterstützen die Käufer gleichzeitig auch Bildungs- und Gesundheitsprojekte in den Herkunftsländern der Rohstoffe in Südafrika und auf Sri Lanka.  Das Video einer Projektreise durch Sri Lanka im Januar 2014 vermittelt einen Eindruck von den Früchten dieses Engagements.



Faire Woche 2014